Lektürekurse

Schreiben

Unsere Lektürekurse bieten die Möglichkeit, sich im wöchentlichen Rhythmus zu treffen, um zu einem bestimmten Thema theologisch zu arbeiten. Sie werden von unseren Studienassistenten oder Mitgliedern des Leitungsteams durchgeführt. Die Termine werden in den ersten Vorlesungswochen gemeinsam festgelegt. Die Anmeldung erfolgt beim Studienassistenten.


Die Lektürekurse für das SoSe 2020:

Zu den Lektürekursen kannst Du Dich entweder per Mail an info[at]theokreis.de oder auf Doodle (https://doodle.com/poll/kgd4qxusvzedvcke) anmelden.

Mission Manifest: Thesen für das Comeback der Kirche

„Nach menschlichem Ermessen wird die Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz in wenigen Jahren kaum mehr eine gesellschaftlich wahrnehmbare Rolle spielen.“  

So schreiben die katholischen Initiatoren des Mission Manifest, welches 2018 auf der MEHR-Konferenz vorgestellt wurde, in der Präambel. Als Antwort darauf propagieren sie aber nicht das Ende und den Zusammenbruch der Kirche, sondern einen erneuten missionarischen Aufbruch in der katholischen Kirche. Wir wollen die 10 Thesen und Aufsätze des Manifests im Semester lesen und darüber diskutieren: Was ist Mission? Welchen Stellenwert sollte sie in der Kirche haben? Und inwiefern sind diese Thesen auch für die evangelische Kirche im säkularisierten Osten tragfähig?

Peter Brunner: Pro ecclesia

Dieser Lektürekurs richtet sich an alle, die Interesse an biblisch-lutherischer systematischer Theologie haben. Anhand von einzelnen Aufsätzen Brunners (meist aus den Sammelbänden „Pro ecclesia“) werden wir, je nach Interesse der Teilnehmenden, uns u.a. mit Fragen nach Taufe, Abendmahl und Amt, dem Verhältnis von Theologie, Bekenntnis und Heiliger Schrift und dem Gottesdienst beschäftigen. Die damit verbundene Hoffnung ist, dass die gemeinsame Lektüre von Brunners Vorträgen auch der eigenen Positionsfindung in diesen Fragen dient.

Stichwort Gebet: Luther, Lewis, Hartl

„Not lehrt beten“, sagt der Volksmund – gerade jetzt ist es sinnvoll, sich einmal näher mit dem Thema „Gebet“ zu beschäftigen. Zum Einstieg möchten wir einen kurzen Text von Karl Barth lesen, der die Abhängigkeit von Theologie und Gebet deutlich macht. Anschließend lesen wir Auszüge aus Werken von Martin Luther („Wie man beten soll“), C.S. Lewis („Du fragst mich, wie ich bete“) und Johannes Hartl („Einfach Gebet“). Die Texte sind leicht verständlich und nehmen immer auch praktische Gebetsfragen mit in den Blick.

Tochter Gottes, erhebe Dich!

Michael Herbst schreibt in seinem Buch „Lebendig“, es dürfe in Gemeinden nicht nur darum gehen, dass Erwachsene zum Glauben fänden, sondern dass auch Glaubende erwachsen würden. Analog gilt für uns, dass wir nicht nur als Theologen sprachfähig werden, sondern als Glaubende mündig werden. Darum, Tochter Gottes, erhebe Dich von Deinen Büchern und Arbeiten und komme zum Frauenkreis! Lass uns gemeinsam die Freude entdecken und teilen, dieGott für uns bereit hält, in seinem Geist Gemeinschaft haben und gemeinsam zu unserem Herrn Jesus hinwachsen!

90 Tage. Jesajabuch

Wir wollen ein Semester lang das Jesajabuch lesen. Zunächst werden wir (jeder für sich) das Jesajabuch jede Woche 1x durchlesen, später werden wir uns das Jesajabuch kleinteiliger anschauen. Außerdem wird es jede Woche eine Aufgabe geben, um das Gelesene zu vertiefen und noch etwas mehr das Jesajabuch zu verstehen.

77 Tage. Philipperbrief im Kopf

Der Beter in Psalm 1 schreibt, dass er Tag und Nacht über das Gesetz des Herrn nachdenkt. Sowas funktioniert natürlich nur, wenn man die Sachen im Kopf hat. Die Worte, die Gott spricht, müssen nicht nur gehört, sondern auch verinnerlicht werden. Wir wollen im kommenden Semester den Philipperbrief auswendig lernen. Wie das methodisch und realistisch möglich ist, erfahrt ihr bei der ersten Sitzung. Treffen finden nur 5x im Semester statt. Jeden Tag sollte man ca. 5-10 min blockieren zum Lernen des Philipperbriefs.

Hebräisch: Ruth und Sprüche

„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ (Ruth 1,16b)

Dieses Semester wollen wir zuerst das Buch Ruth übersetzen und dann die Sprüche, soweit wie wir kommen. Das Ziel des Ganzen: Wie immer – Hebräisch-Kenntnisse verbessern, darüber ins Gespräch kommen, fragen, was die Texte uns heute zu sagen haben. (Alternativvorschläge für Übersetzungstexte sind aber auch immer willkommen. Das klären wir dann bei der ersten Sitzung.)

Griechisch: Römerbrief

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die alle rettet, die glauben, zuerst die Juden zuerst, aber auch die Griechen. Denn darin wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: ‚Der Gerechte wird aus Glauben leben.‘“(Röm 1,16-17)

Dieses Semester wollen wir den Römerbrief lesen und entdecken, was das Evangelium ist und wie diese Gerechtigkeit aus Glauben zu verstehen ist. Wir wollen dadurch unsere Griechisch-Kenntnisse verbessern und darüber ins Gespräch kommen. Dabei ist auch immer die Frage wichtig, was das Ganze uns heute zu sagen hat. (Alternativvorschläge für Übersetzungstexte sind aber auch immer willkommen. Das klären wir dann bei der ersten Sitzung.)