Geschichte

Bereits im antiken Griechenland spielt die öffentliche Rede eine wichtige Rolle für die Demokratie. Auch im Römischen Reich ist die Rhetorik eine angesehene Kunst. Bekannte Rhetoriker aus dieser Zeit sind Sokrates und Cicero. Mit dem Ende des Römischen Reiches verliert die öffentliche Rede jedoch zunächst an Bedeutung.

Mit der Entstehung der ersten Parlamente im späten Mittelalter wird die Tradition der öffentlichen Rede über das Für und Wider eines Sachverhalts wiederbelebt. Besonders in England erhält die öffentliche Rede eine herausragende Bedeutung. So werden auch die ersten studentischen Debattierclubs in England gegründet, um auch den Studenten das parlamentarische Debattieren zu ermöglichen. 1815 wird die “Cambridge Union Society” gegründet, 1823 folgt die “Oxford Union“.

Der erste studentische Debattierclub Deutschlands entsteht 1991 in Tübingen. Zehn Jahre später findet bereits die erste Deutsche Meisterschaft in Berlin statt. Noch im selben Jahr wird der Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) ins Leben gerufen, der als Dachverband für alle studentischen Debattierclubs in Deutschland fungiert. Die Debattierszene in Deutschland wächst seither ständig: Es entstehen neue Debattierclubs an den Universitäten und auch Schulen debattieren mittlerweile im Rahmen des Projekts “Jugend debattiert“.

Das Debattieren in Deutschland wird ideell und finanziell unterstützt von der Wochenzeitschrift DIE ZEIT und der Postbank. Auch verschiedene Politiker und berühmte Persönlichkeiten in Deutschland unterstützen das Debattieren. Zu ihnen gehören Dr. Rainer Esser, Wolfgang Thierse, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dr. Hans-Jochen Vogel.

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